Rettet den Ötlinger CAP-Markt

Das Konzept der CAP-Märkte entstand im Jahr 1999. Es hatte zum Ziel , ehinderten Menschen Arbeitsplätze nahe am allgemeinen Arbeitsmarkt zu bieten. Auf diese Weise werden Lebensmittelmärkte, die von großen Handelsketten aufgegeben wurden, mit neuem Konzept fortgeführt. Auf diesem Weg konnte auch  die wohnortnahe Lebensmittelversorgung auf diesem Wege gesichert werden.

Die CAP-Märkte in Ötlingen, Notzingen, Stetten und Neuhausen haben sich nicht nur zum Ziel gesetzt, behinderte Menschen mit einem Arbeitsplatz zu versorgen, sondern auch die Nahversorgung auch in weniger attraktiven Lagen sicherzustellen.

In Ötlingen bietet der Markt alles, was im Haushalt gebraucht wird. Die angebotenen Nahrungsmittel haben größtenteils BIO-Qualität und sind wenn möglich aus der Region. Die CAP-Märkte arbeiten aus mehreren Gründen (Lage; Umsatz; niedrige Discounterpreise etc.) nicht kostendeckend Deshalb haben andere private Handelsketten kein Interesse an diesen Stadtorten. Sie würden diesen Beschäftigen keinen Arbeitsplatz anbieten.

Für die eine an einer wohnortnahen Versorgung interessierte Bürgerschaft stellten sich folgende Fragen:

  • Ist es nicht die Aufgabe einer Kommune, eine funktionierende Infrastruktur in den Stadtteilen sicherzustellen?
  • Darf sie dem Ladensterben tatenlos zusehen oder hat sie die Verantwortung, auch für weniger mobile Bürger die Versorgung in ihrem Stadtteil sicherzustellen?
  • Eine nachhaltige Stadt Kirchheim braucht die Nahversorgung im Stadtteil. Wie sonst soll der Autoverkehr verringert werden, wenn die fußläufige Versorgung fehlt?

Der CAP-Markt bietet an, den Laden mindestens 10 Jahre zu betreiben.

Für einen Zuschuss von umgerechnet 2.500 Euro monatlich (pro Jahr 30.000; auf 10 Jahre hochgerechnet 300.000 Euro) hätte Kirchheim für die Ötlinger Bürger*innen eine erstklassige Versorgung erhalten können. Dem dem Gemeinderat war diese Investition in die Zukunft zu hoch.

Die anderen Kommunen mit CAP Märkten haben ihre finanzielle Unterstützung zugesagt (s. Bericht Stuttgarter Zeitung).

Leider hat eine Mehrheit im Gemeinderat Kirchheim die Unterstützung versagt.  Kirchheim geht damit das Risiko ein, dass der CAP Mark in Ötlingen schließen muss. Dies ist weder für die Beschäftigen noch für ein klimafreundliches Ötlingen eine zukunftsweisende Entscheidung.

Eine Initiative sammelt Unterschriften, um den Gemeinderat zur Revision seines Beschlusses zu bewegen: Aufruf“ Rettet den CAP-Markt“ mit Unterschriftenliste  .

Außerdem wurden bereits einige Leserbriefe im Teckboten publiziert:Leserbrief H. Brinker zum Erhalt des CAP_Marktes in Ötlingen