Veranstaltungen


Mittwoch, 19. Dezember 2018, 19.30 Uhr (Familienbildungsstätte Kirchheim, Raum 11, Widerholtstr. 4, Kirchheim)

 Thema:  Was wollen die „Gelbwesten“ in Frankreich?

Frankreich wird im Augenblick von den größten Sozialprotesten seit Jahren überrollt. Was oberflächlich als Protest der abgehängten ländlichen Bevölkerung gegen eine diskriminierende Erhöhung der Dieselsteuern begann, hat sich zu einer beeindruckenden Welle von Sozialprotesten ausgeweitet.

Sascha Lobo schreibt am 12.12.18 in seiner Spiegel-online-Kolumne u.a.: zu den Ursachen des Protests: Denn Basis der Empörung sind – trotz des Benzinpreis-Anlasses – die schon lange brodelnden sozialen Probleme in Frankreich. Die Integration muslimisch geprägter Menschen hat kaum funktioniert, teils aus rassistischen Gründen, teils durch die Entstehung und Forcierung paralleler Gesellschaftsstrukturen. Zusätzliche Migration wird deshalb auch von Leuten als Bedrohung empfunden, die sich ansonsten als links oder liberal einordnen. Die Bedrohung der öffentlichen Sicherheit durch islamistischen Terrorismus kommt dazu.“

Die Proteste greifen von Tag zu Tag weiter um sich. Das Gelb entwickelt sich immer mehr zu Rot. Nun schließen sich auch die Schüler, der Gewerkschaftsbund CGT und nun sogar die Polizeigewerkschaft VIGI den Aktionen an.

Wir fragen: Was sind die konkreten Forderungen? Muss die Linke aufpassen, dass die kommenden Sozialproteste ohne sie stattfinden? Ist solch eine Bewegung in Deutschland möglich? Was tun? Diese und andere Fragen werden wir am 19.12.18 beim nächsten Forum Nachdenken diskutiert.

 


Freitag, 18. Januar 2019 (20.00 Uhr) im Spitalkeller (Max-Eyth-Str. 18, VHS Kirchheim)

Gegen den Rechtsruck: linke Politik stärken!

Die linken Parteien sind derzeit in einer historisch schwachen Situation.

Prof. Dr. Andreas Nölke, Politikwissen-schafter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main skizziert bei unserer Veranstaltung wo/wie wir mit linker Politik ansetzen müssen, um wieder in die Offensive zu kommen.

In seinem Buch „Linkspopulär – vorwärts handeln statt rückwärts denken“ (Westend Verlag 2017) nennt Nölke fünf Grundprinzipien „linkspopulären Politik“:

Verbesserung der Lage der sozial Schwachen in der deutschen Gesellschaft;

abgestufte Solidarität in einer globalen Welt;

ein Wirtschaftsmodell, das eine egalitäre Verteilung in Deutschland mit der Rücksichtnahme auf andere Wirtschaftsräume verknüpft;

einen Fokus auf demokratische Selbstbestimmung auf nationaler Ebene statt auf den kosmopolitischen Illusionen einer supranationalen Demokratie und die

„Konzentration auf Interessensausgleich und Respekt anstelle von Intervention und Machtausweitung als Leitprinzipien der internationalen Politik“.

Der Kern einer „linkspopulären“ Wirtschafts- und Sozialpolitik muss für Nölke die Reduktion der Armut der weniger privilegierten Bevölkerungsschichten und der sozio-ökonomischen Ungleichheit sein. Zentraler Ansatzpunkt ist dabei die Überwindung der extremen Exportorientierung der deutschen Wirtschaft mit einem Anteil von ca. 50 Prozent des Brutto-Inlandsprodukts, eine Stärkung der Binnennachfrage durch höhere Löhne und vermehrte Investitionen. Als zweite Säule der Wirtschafts- und Sozialpolitik plädiert Nölke für eine Revitalisierung des öffentlichen Sektors vor allem in den Bereichen Alterssicherung, Bildung und Infrastruktur.

Veranstalter: Kirchheimer Gründungsinitiative aufstehen (Heinrich Brinker, Hans Dörr, Willi Kamphausen u.a.)


One Billion Rising  (englisch:  Eine Milliarde erhebt sich) – weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung

One Billion Rising – eine der weltweit größten Kampagnen zur Beendung von Gewalt gegen Frauen –  wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert. Die eine „Milliarde“ deutet auf eine UN-Statistik hin. Nach dieser wird eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung werden. Die Kampagne wurde im Rahmen der V-Day Bewegung gestartet.

Mit viel positiver Energie, fröhlichen Musik- und Tanzaktionen ist es gelungen, die Protestaktion ONE BILLION RISING als Symbol weltweiter Frauensolidarität zu etablieren. In der Vielzahl von Redebeiträgen auf allen Veranstaltungen zu One Billion Rising werden schwierige Fragen thematisiert.

180 Orte und ca. 60.000 Menschen haben 2018 allein in Deutschland an One Billion Rising teilgenommen – in manchen Städten gar mehrfach auf vielen Plätzen, von verschiedenen Organisationen oder sogar an mehreren Tagen (2017 waren es noch 150 Orte). Dem Aufruf an alle Schulen folgten einige sogar ganz spontan, so dass sie am Veranstaltungstag aus dem Stehgreif auf dem Schulhof mittanzten. Weitersagen und Mitmachen! Damit das Anliegen weit über den V-Tag hinaus wahrgenommen werden kann, hier Redebeiträge zur Nachlese .

Dienstag, 15.1.2019, 19.30 Uhr
Dienstag, 5.2.2019, 19.30 Uhr. Ort: Links am Bach, Linkstraße 19, Kirchheim-Ötlingen
(jede/r kann kommen … nur bitte nicht in der Linkstraße parken!)

Workshops zur Vorbereitung von „ONE BILLION RISING 2019“

Tanzanleitung: https://www.youtube.com/watch?v=mRU1xmBwUeA

Mehr Informationen: http://www.onebillionrising.de/ 

Initiatorinnen in Kirchheim:  Frauenliste Kirchheim