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Grenzenlose Gier: Big Business auf Amerikas Mega-Farmen | ZDFinfo Doku ZDFinfo Dokus & Reportagen 1.120.159 Aufrufe
00:00 Intro 01:24 Industrieller Familienbetrieb 12:06 Amerikas Fleischindustrie 22:14 Monopole 25:28 Wasserknappheit in Amerikas Gemüsegarten 34:27 Geflügelindustrie 39:45 Ausstieg aus der Industrie Mega-Farmen, Hightech-Traktoren, genetisch verändertes Saatgut und in Europa verbotene Wachstumshormone – Amerikas Landwirtschaft setzt auf Masse und Effizienz um jeden Preis.
Wie lange kann Amerikas XXL-Landwirtschaft so weitergehen?
Die Ragland-Farm in Kentucky ist seit 200 Jahren ein Familienbetrieb – mit stolzen 2000 Hektar Land. Mais, Soja und Weizen werden darauf angebaut. In den vergangenen Jahren haben sich dort die Erträge verdoppelt, und sie steigen weiter. Dafür sorgen gentechnisch verändertes und mit Herbiziden gebeiztes Saatgut, synthetischer Dünger und eine Bewirtschaftung mit Hightech-Traktoren.
Auch die Rinderzucht ist hoch industrialisiert. 60 Prozent des amerikanischen Rindfleisches werden im sogenannten Cattle Country produziert. In großen Mastbetrieben stehen die Tiere eingepfercht auf kleinen, grasfreien Koppeln und werden dreimal täglich mit Kraftfutter versorgt. Über 17 Kilo pro Rind und Tag, serviert von einem Kipplaster. Je schneller die Kälber an Gewicht zulegen, desto besser. In Europa seit den 1990er-Jahren verbotene Wachstumshormone sorgen dort für einen schnellen Erfolg.
Verarbeitet wird das Fleisch in riesigen Schlachthöfen, die von den Giganten der amerikanischen fleischverarbeitenden Industrie betrieben werden. Vier multinationale Konzerne beherrschen die Fleischindustrie und dominieren mit Preisabsprachen den Markt.
In Kalifornien führen die Produktionsmethoden der Agrarindustrie zu einem Kampf ums Wasser. In Cuyama pumpen die Weltmarktführer für Karotten 70 Prozent des Grundwassers ab. Kleinbauern sehen sich in ihrer Existenz bedroht, und die Einwohner fürchten um ihren Zugang zu Wasser.
Auch industrielle Hühnerzucht führt zu massiven Umweltproblemen. Der nährstoffreiche Mist wird unkontrolliert auf die Felder gebracht, gelangt in die Wasserläufe und verseucht das Trinkwasser.
Beten, ballern, Trump: So leben die Rednecks in den USA | ZDFinfo Doku ZDFinfo Dokus & Reportagen 1.422.202 Aufrufe
. 00:00 Intro 01:53 Hot Spot Tennessee 06:21 Country Rap 10:08 Waffen 13:53 Trump-Store 15:23 Patriot Church 18:09 Rednecks With Paychecks Festival 26:38 Gottesdienst 29:42 Drogensucht 32:02 Rednecks With Paychecks Festival 36:40 Bikini Contest 41:08 Country Rap Konzert 44:08 Outro Country, kultig, konservativ: die Rednecks. Die weiße, patriotische und oft verarmte Landbevölkerung in den US-Südstaaten lebt nach eigenen Regeln und Gesetzen. Größter Held: Donald Trump.
Gnadenlos in Oklahoma: „Law and Order“ über alles | ZDFinfo Doku ZDFinfo Dokus & Reportagen 907.828 Aufrufe
Oklahoma: Nirgendwo sonst in den USA sind die Abtreibungsgesetze strenger. Und in kaum einem anderen Bundesstaat werden mehr Männer und Frauen ins Gefängnis gesteckt. Verantwortlich dafür ist eine Mentalität, die „Law and Order“ über alles stellt. Ersttäter wandern selbst für kleinere Vergehen sofort ins Gefängnis. Haben die Verurteilten ihre Haftstrafen abgesessen, sind sie oft hoffnungslos überschuldet, da sie an den Kosten der Haft beteiligt werden. Dabei gilt: Je länger die Haftstrafe, desto höher die Kosten. Besonders umstritten ist das „Maternal-Neglect“-Gesetz: Wird ein Kind vom Ehemann oder Partner einer Frau misshandelt, kann es passieren, dass die Mutter dafür länger ins Gefängnis wandert als der Gewalttäter selbst – weil sie den Missbrauch nicht verhindert hat.
Radikale in Idaho: Amerikas neuer Wilder Westen | ZDFinfo Doku ZDFinfo Dokus & Reportagen 2.847.257 Aufrufe
Im Nordwesten der USA sammeln sich Rechte, Rassisten und Erzkonservative. Sie lehnen den Staat ab und wollen ihre eigenen Gesetze machen. Wird Idaho zu einer Art „Wild West 2.0“? Längst sind in der Region auch rechte Milizen wie die „North Idaho Militia“ aktiv. Gemeinsam mit den Ultrakonservativen kämpfen sie gegen ein multikulturelles Amerika und für eine neue weiße und christliche Kolonie, getrennt vom Rest der Vereinigten Staaten. Damit sind Idaho und seine angrenzenden Regionen vor allem für all jene das neue „Trendziel“, die gegen Minderheiten und Abtreibung sind – und für ein uneingeschränktes Tragen von Waffen. Unter ihnen finden sich viele streng gläubige evangelikale Christen. Manche bezeichnen sich selbst sogar als „politische Flüchtlinge“. Staatliches Handeln wird mit Einmischung in die persönliche Freiheit gleichgesetzt. Doch der dünn besiedelte Landstrich lockt nicht nur Radikale an, sondern auch immer mehr Mittelstandsfamilien aus den Städten. Sie sind begeistert von der spektakulären Landschaft und den günstigen Lebenshaltungskosten. Und sie wollen ihre Kinder in einer vermeintlich heilen Welt aufwachsen lassen.

