31.007 Aufrufe 04.09.2026 #Zeitgeschichte #Biografie #Dokumentation
Antonio Gramsci — vom sardischen Dorfkind zum meistgelesenen Denker des zwanzigsten Jahrhunderts Als Antonio Gramsci geboren wurde, gab es auf Sardinien mehr Analphabeten als Lesekundige. Als er starb, hinterließ er dreiunddreißig Schulhefte, geschrieben in einer faschistischen Gefängniszelle, ohne Bibliothek, unter ständiger Zensur. Fast dreitausend Seiten, die ein halbes Jahrhundert später an Universitäten auf allen Kontinenten gelesen wurden — in Europa, in Lateinamerika, in Indien.
Diese ausführliche biografische Dokumentation erzählt sein Leben von Anfang an: von der Kindheit in Ghilarza, wo die Familie bereits einen kleinen Sarg bereitgestellt hatte, über die Jahre der Armut in Turin, die Fabrikräte der „zwei roten Jahre“, die Gründung einer Partei im Schatten des aufziehenden Faschismus, bis zu den elf Jahren Haft und den Gefängnisheften, die sein eigentliches Vermächtnis wurden.

