Ulrike Herrmann: Geld als Waffe – Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet

Datum/Zeit
Date(s) - 19/11/2026
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Kommunales Kino Kirchheim

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Ulrike Herrmann: Geld als Waffe – Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet

Ulrike Herrmann widmet die drei Kapitel ihres Buches den maßgebenden politischen Akteuren der Gegenwart: Russland, China und der NATO.

Ihre Thesen lauten:

Putin sitzt in einer ökonomischen Falle.  Frieden wäre riskant für ihn, weil die russische Wirtschaft mittlerweile vollkommen auf Kriegswirtschaft umgestellt ist und der Umbau auf eine Friedenswirtschaft Jahre dauern würde, mit großen wirtschaftlichen Problemen einhergehen und möglicherweise scheitern würde. Die ökonomische Dynamik kann Putin am einfachsten steuern, indem er immer weiter Krieg führt.

Auch Xi – so Hermann – steckt in einer ökonomischen Sackgasse. Xi müsste die enorm hohen Investitionen (40,8 Prozent des Volkseinkommens) reduzieren, nur noch effiziente Betriebe fördern und stattdessen den privaten Konsum anheizen. In diesem Umbauprozess würden aber Millionen Jobs in der Industrie und der Bauwirtschaft verloren gehen, die Arbeitslosigkeit würde deutlich steigern und Xis Regime würde möglichweise gefährdet. Für Xi könnte es eine Option sein, den seit Jahren propagierten Nationalismus weiter anzufachen und Taiwan anzugreifen, um von den ökonomischen Problemen abzulenken.

Herrmanns Folgerung für die NATO und die mit der NATO bzw. der USA verbundenen asiatischen Nationen: Sie müssen aufrüsten, um den Frieden zu sichern. Sie müssen teure Waffen anschaffen, um diese hoffentlich nie einzusetzen.

Ulrike Herrmann ist ausgebildete Bankkauffrau, studierte Philosophie und Geschichte und absolvierte die angesehene Henri-Nannen-Schule für Journalismus. Seit 2000 arbeitet sie als Wirtschaftskorrespondentin bei der taz. Sie ist eine vielgefragte und höchstversierte Gesprächspartnerin zu sozial- und wirtschaftspolitischen Themen aller Art.

Karten zu € 15.- / erm. € 12.- (Schüler*innen / Studierende) im Vorverkauf und an der Abendkasse

Foto: © Andrew James Johnston