Waffenlieferungen für die Ukraine

Auf Wikipedia findet man eine umfangreiche Liste von Auslandshilfen für die Ukraine seit 2014

Lt. Wikipedia umfasst diese Liste von Auslandshilfen für die Ukraine seit 2014 „finanzielle und humanitäre Unterstützung, Waffenlieferungen und andere Sach- und Dienstleistungen, die der Ukraine ab Beginn des Krieges mit Russland im Jahr 2014 von anderen Staaten, internationalen Organisationen und Unternehmen zuteilwurden.“

Das Gesamtvolumen (Stand 15. Januar 2023) beziffert lt. Wikipedia-Eintrag „das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel“ so:

zugesagte ) Auslandshilfen für die Ukraine  durch die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten seit Februar 2022:54,9 Milliarden Euro

zugesagte Auslandshilfen durch die Vereinigten Staaten (auf Euro umgerechnet): circa 73 Milliarden Euro liegen.[

Der Einzelstaat mit den zweitgrößten Waffenlieferungen für die Ukraine nach den USA Stand Mai 2023 ist Deutschland mit Hilfen im Wert von 17 Milliarden Euro.

Was steckt hinter den Vorwürfen gegen Selenskyj?

Interview mit Prof. Dr. Peter Brandt. Krieg, Frieden, Ukraine, Russland & Geopolitik.

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Frieden für die Ukraine: Ein Friedensappell aus der Mitte der Gesellschaft

Frieden schaffen: Waffenstillstand, Verhandlungen und gemeinsame Sicherheit.

Das fordert eine Friedensinitiative für Europa, für die Ukraine.

01.04.2023
Mehr als ein Jahr dauert bereits der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Jeder
weitere Tag Krieg bedeutet für die betroffenen Menschen mehr Leid und Zerstörung,
mehr Verwundete und Tote. Mit jedem Tag wächst die Gefahr der Ausweitung der
Kampfhandlungen. Der Schatten eines Atomkrieges liegt über Europa. Aber die Welt
darf nicht in einen neuen großen Krieg hineinschlittern. Die Welt braucht Frieden. Das
Wichtigste ist, alles für einen schnellen Waffenstillstand zu tun, den russischen
Angriffskrieg zu stoppen und den Weg zu Verhandlungen zu finden.
Aus dem Krieg ist ein blutiger Stellungskrieg geworden, bei dem es nur Verlierer gibt.
Ein großer Teil unserer Bürger und Bürgerinnen will nicht, dass es zu einer
Gewaltspirale ohne Ende kommt. Statt der Dominanz des Militärs brauchen wir die
Sprache der Diplomatie und des Friedens.
Die Friedens- und Entspannungspolitik, der wir die deutsche Einheit und die
Überwindung der europäischen Spaltung verdanken, ist nicht überholt. Wir haben uns
in der Vergangenheit für ihre Ziele eingesetzt und tun das auch heute. Um es mit
Willy Brandt zu sagen: „Es gilt sich gegen den Strom zu stellen, wenn dieser wieder
einmal ein falsches Bett zu graben versucht.“
Die Vereinten Nationen haben mit dem Konzept der gemeinsamen Sicherheit den
Weg in eine friedliche Welt aufgezeigt. Es hat seine Wurzeln in der deutschen
Friedens- und Entspannungspolitik. In diesem Geist kam es zur Schlussakte von
Helsinki und zur Charta von Paris für ein neues Europa. Daran knüpfen wir an.
Frieden kann nur auf der Grundlage des Völkerrechts und auch nur mit Russland
geschaffen werden.
Unsere Welt ist auf Gegenseitigkeit angewiesen, nur so sind die großen
Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Entscheidend ist es, die Eskalation
des Krieges zu stoppen. Wir ermutigen den Bundeskanzler, zusammen mit
Frankreich insbesondere Brasilien, China, Indien und Indonesien für eine Vermittlung
zu gewinnen, um schnell einen Waffenstillstand zu erreichen. Das wäre ein
notwendiger Schritt, um das Töten zu beenden und Friedensmöglichkeiten
auszuloten. Nur dann kann der Weg zu einer gemeinsamen Sicherheitsordnung in
Europa geebnet werden.
Initiatoren und Verantwortliche

Initiatoren und Verantwortliche: Prof. Dr. Peter Brandt, Historiker; Reiner Braun, Internationales Friedensbüro; Reiner Hoffmann, ehem. DGB-Vorsitzender; Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde, Parl. Staatssekretär a. D.“ https://frieden-und-zukunft.de/2023-0…

Prof. Dr. Peter Brandt (geb. 1948) leitete bis März 2014 den Arbeitsbereich bzw. das Lehrgebiet „Neuere Deutsche und Europäische Geschichte“ (jetzt: Lehrgebiet „Geschichte der Europäischen Moderne). 2003-2017 Direktor des interdisziplinären Dimitris-Tsatsos-Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften (DTIEV). Ehrendirektor des Dimitris-Tsatsos-Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften seit 2017. Peter Brandt hat 1973 an der Freien Universität Berlin mit einer Dissertation über die Rekonstruktion der deutschen Arbeiterbewegung 1945/46 am Beispiel Bremens promoviert und sich 1988 an der Technischen Universität Berlin mit einem Werk über die Vor- und Frühgeschichte der Burschenschaft im Rahmen der Entstehung der deutschen Nationalbewegung im frühen 19. Jahrhundert habilitiert.“

AfD und Bundeswehr

https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/afd-mehr-als-2-prozent-des-bip-fuer-die-ruestung  – Friedensforum, Ausgabe 2/2019

 Unterstützung der gesellschaftlichen Militarisierung

AfD: mehr als 2 Prozent des BIP für die Rüstung

VON REINER BRAUNMICHAEL MAERCKS

Hintergrund: In der Debatte um das 2%-Rüstungsziel der NATO erklärte der AfD-Abgeordnete Lucassen: „Unsere Bundeswehr wieder aufzubauen, wird unendlich viel Kraft und Geld kosten. Zwei Prozent des BIP werden da kaum reichen. Leicht wird das nicht, aber wir werden es machen. Verlassen Sie sich darauf“.

Lucassen ist Sprecher des AfD-Arbeitskreises Verteidigung und Obmann im Verteidigungsausschuss des Bundestages. In seiner Biographie schreibt er: „Mein Dienst in der Bundeswehr prägte mein Leben. Mein letzter Dienstgrad: Oberst im Generalstab. 34 Jahre trug ich Schwarz-Rot-Gold an der Uniform und im Herzen.“

In den Parlamenten ist der Anteil von PolizistInnen und SoldatInnen in den AfD-Fraktionen am größten. Der Arbeitskreis Verteidigung der AfD-Bundestagsfraktion sagt von sich: „Jedes Mitglied des Arbeitskreises Verteidigung verfügt über einen militärischen oder polizeilichen Hintergrund. So viel Expertise in Fragen der Landesverteidigung gibt es in keiner anderen Fraktion des deutschen Bundestages.“

Lucassen ist in Militärkreisen gut vernetzt, war Referent bei der NATO und im Bundesministerium der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden gründete er 2007 die Firma pro-ades GmbH, sie bietet „Ausbildungslösungen für Institutionen von Verteidigung und Sicherheit sowie Wehrtechnischer Industrie“. Zu seinen Kunden zählen Rheinmetall und andere europäische Rüstungskonzerne.

In der Firmen-Präsentation bietet er „Professionelle und hilfreiche Kontakte“ an:

  • Stetige Präsenz bei Behörden, Ministerien und Messen
  • Langjähriger Partner der Bundeswehr
  • Fachlicher Austausch mit Global Playern der wehrtechnischen Industrie

Die Firma wirbt mit „Computerunterstützte Ausbildung von Land Forces in den Vereinigten Arabischen Emiraten“. Laut Spiegel war Lucassen seit 2014 in einem Joint Venture mit Salem Al Matroushi, einem Geschäftsmann aus Abu Dhabi, aktiv. Das Unternehmen Tasleeh Consultancy est. sollte deutschen Rüstungsbetrieben und Sicherheitsfirmen Tore in die „Golfregion inklusive Nordafrikas“ öffnen.

Wie Blackwater auf internationaler Ebene ist seine Firma eine der vielen Sicherheits-Dienstleister und privaten Söldner-Firmen, wie z.B die Firma Asgaard German Security Group, die offen Söldner anwirbt für internationale Einsätze. Asgaard-Geschäftsführer Petja Stoy trat bei den Kommunalwahlen in Aachen als Kandidat für die AfD an.

Ein Jahr AfD im Bundestag: CDU/CSU und AFD – Brüder im Geiste des Militarismus
Auf dem CDU-Parteitag wurde mit dem Beschluss „An der Seite unserer Soldatinnen und Soldaten – die Bundeswehr weiter stärken“ das 2%-Ziel noch einmal bestätigt. „Die CDU ist die Partei der Bundeswehr“ heißt es weiter.

Die AfD forderte als Erste die Wiedereinführung der Allgemeinen Wehrpflicht. Von der CDU nahm die jetzige CDU-Parteivorsitzende AKK diese Forderung auf und erweiterte sie zur Forderung nach einer allgemeinen Dienstpflicht. Der CDU-Parteitag hat diese Forderung übernommen.

„Der Auftrag der Bundeswehr ist Verpflichtung für jeden Staatsbürger“, heißt es im Programm der AfD, „die Bevölkerung soll sich mit ‚ihren Soldaten’ und ‚ihrer Bundeswehr’ identifizieren, das Bewusstsein für die wehrhafte Demokratie wiederbelebt werden“. Ähnliches hat jetzt der CDU-Parteitag beschlossen.

AFD und die Drohnen
Die AfD fordert die Anschaffung von bewaffneten Drohnen, auch diese Forderung ist auf dem CDU-Parteitag beschlossen worden. Keinen von beiden interessiert das Völkerrecht!

AfD und Atomwaffen
Verbal fordert sie, um die volle deutsche Souveränität wieder herzustellen, den Abzug aller alliierter Truppen aus Deutschland und der US-Atomwaffen aus Büchel. Allerdings mit einer Einschränkung: „Der Abzug aller Atomwaffen von deutschem Boden setzt eine Sicherheitspartnerschaft mit den uns umgebenden Atommächten voraus und sollte in eine globale Gesamtsicherheitsarchitektur eingebettet werden, deren Ziel die vollständige atomare Abrüstung ist.“

Wenn es zu praktischen Schritten hin zu einem Atomwaffenverbot kommt, steht die AFD sofort wieder im Lager der Atomwaffenkrieger. Einem Antrag im Bundestag, dem Atomwaffenverbotsantrag zuzustimmen, stimmte die AfD nicht zu. Der AfD-Abgeordnete Hampel bekannte sich zur Politik der atomaren Abschreckung, weil „die Nuklearwaffen als eine strategisch-politische Waffe über viele Jahrzehnte in Europa den Frieden bewahrt haben“. Und weiter: „In den Schwellenländern und selbst in der Dritten Welt ist durchaus die gedankliche Bereitschaft vorhanden, Atomwaffen nicht nur als politisches Instrument – so wie wir sie genutzt haben –, sondern auch als militärische Option einzusetzen. Es ist also ganz anders zu bewerten, wenn Atomwaffen in den Händen von Politikern sind, bei denen Menschenleben nicht zählen oder die sich von emotionalen Motiven und von Prestigedenken leiten lassen.“

Auch Robby Schlund von der AfD bestätigte im Bundestag noch einmal die Unterstützung der amerikanischen Militärstrategie: „Die neue Militärstrategie der USA umfasst Elemente wie Prompt Global Strike mit 32 000 Marschflugkörpern, Cyberwaffen und eine Drohnentaktik mit zigtausend unbemannten Flugkörpern. Außerdem haben die USA in ihrer Militärdoktrin ausdrücklich das Führen eines atomaren Erstschlages gegen einen beliebigen Gegner nicht ausgeschlossen. Dennoch – das muss man in aller Klarheit sagen –: Die USA sind und bleiben trotz starker hegemonialer Eigeninteressen ein wichtiger Bündnispartner Deutschlands“.

Das AfD-Mitglied Gedeon aus Baden-Württemberg schrieb in seinem „Entwurf für ein Grundsatzprogramms der AfD“: „Wenn die atomar bewaffneten Staaten weiterhin entgegen dem Geist des Atomwaffensperrvertrags ihre eigene Atommacht nicht abbauen und auflösen, sondern monopolisieren, müssen wir uns vorbehalten, selbst Möglichkeiten atomarer Verteidigung zu schaffen, um nicht atomar erpressbar oder in ständiger Abhängigkeit von anderen atomar bewaffneten Mächten zu bleiben.“

AFD für die deutsche Atombombe! Franz-Joseph Strauß lässt grüßen!

AfD und europäische Armee – für eine weitere Stärkung der NATO
Die AfD erteilt den Plänen, eine eigene EU-Armee aufzubauen, eine Absage. Sie will stattdessen den europäischen Teil der NATO stärken und mit einer hochgerüsteten Bundeswehr „mehr Gestaltungsmacht und Einfluss entfalten“ können. Der AfD-Abgeordnete Hohmann in der Bundestagsdebatte: „Wollen wir das unter Aufgabe deutscher Souveränität und Verantwortung? ….Nein, eine europäische Armee ist absolut überflüssig, da wir bereits Mitglied in einem jahrzehntelang funktionierenden Verteidigungsbündnis sind: in der NATO. Auch wenn uns nicht alles gefallen kann, was die USA derzeit für richtig erachten, um ihre Interessen und Ziele zu verfolgen: Die USA sind nun einmal Führungsmacht und der strategische Partner des Westens, auch und gerade für die Sicherheit Europas.“

So viel „US-Lob“ bleibt sonst den „AtlantikerInnen“ vorbehalten. Es bleibt ein „Fake News“, dass die AFD gegen die NATO ist!

Wir machen das – Resilienz-Aufbau (Widerstandsfähigkeit) durch die AfD
Während die Bundesregierung die Auf- und Umrüstung der Bundeswehr mit der hybriden Kriegsführung und mit dem altbewährten Mittel der Bedrohungslüge aus dem Osten begründet, um das Bedrohungsempfinden zu erhöhen, ist es der spezielle Part der AfD, ein Bedrohungsszenarium für die äußere und innere Sicherheit durch Flüchtlinge und den Islam aufzubauen, um die Wehrbereitschaft zu erhöhen.

Gauland griff in der Bundestagsdebatte auf eine These von Gedeon zurück: „Die westlichen Eliten wollen über Massenzuwanderung Deutschland und das deutsche Volk abschaffen. Aus dem Land der Deutschen soll ein multikulturelles Siedlungsgebiet werden.“

„Zur Abwehr“ bedarf es einer nach Meinung der AFD der inneren und äußeren Militarisierung und besonders der Stärkung der Bundeswehr.

Die innere Militarisierung ist immer Demokratie- und Freiheitsabbau
Die innere Militarisierung wird durch die AFD aktiv unterstützt, ja vorangetrieben. Da ist sie wieder ein politischer Zwilling besonders der CDU/CSU. Die AfD fordert eine starke Heimatschutzarmee. Die Verknüpfung von von Zivilem und Militärischem ist ihr politisches Ziel.

So wirbt die AFD, u.a. durch einen Parteitagsbeschluss für eine starke Heimatschutzarmee. Der Direktkandidat der AfD im Wahlkreis Memmingen warb dafür mit dem Hinweis: „Überdies bin ich aktiver Reservist als Verbindungsoffizier für die zivil-militärische Zusammenarbeit im Kreisverbindungskommando Unterallgäu.“

AfD und Reservistenverband
Die AfD ist nicht nur in der Bundeswehr gut vertreten und vernetzt, sondern auch im Reservistenverband. Als in diesem Herbst der Verband zu seinem Sicherheitspolitischen Forum die AfD nicht eingeladen hatte, schickte die AfD einen Vordruck für einen Protestbrief an ihre Mitglieder. Über 500 Protestschreiben erreichten den Verband. Die AfD wurde nachträglich eingeladen.

Im niedersächsischen Landtag hat sich eine Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) gegründet, die durch den Verband betreut wird. Die RAG wird geleitet von einem CDU-Mitglied, im weiteren Vorstand ist auch die AfD.

Für die AfD ist der Verband auch deshalb wichtig, weil die „Konzeption Zivile Verteidigung“ (KZV) des Bundesinnenministeriums vorsieht, dass die Bundeswehr im Inneren eingesetzt werden darf, um in bürgerkriegsähnlichen Situationen zivile Objekte zu schützen oder organisierte und militärisch bewaffnete Aufständische zu bekämpfen. Hinzu kommt, dass der Reservistenverband seit Mitte 2018 eigenständig die Werbung und Ausbildung von neuen RekrutInnen für die Reserve übernehmen darf.

Die AFD und die Bildung von Bürgerwehren
Im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt heißt es: „Angesichts dieser Situation fordern wir, dass Kommunen mit besonderen Kriminalitätsbrennpunkten das Recht erhalten, eine freiwillige Bürgerwehr auf kommunaler Ebene einzuführen.“

Und der Ex-Landesvorsitzende der AfD von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, lobte die „Bürgerbewegungen“, die „dem Volksaustausch den Kampf ansagen“.

Fazit: Die AFD ist auch hier „Systempartei“! Eine politische Alternative ist wie immer in der Geschichte nur auf der politischen Linken zu finden.

Der Artikel setzt die Aufklärung über die „AFD als Kriegspartei“ fort. Der erste Beitrag kann unter https://www.rubikon.news/artikel/die-kriegspartei aufgerufen werden.2 / 2019

Reiner Braun  Reiner Braun war Geschäftsführer der IALANA Deutschland und ist ehem. Co-Präsident des Internationalen Friedensbüros (IPB).

Michael Maercks Michael Maercks ist Mitglied des AK Friedens der Berliner VVN-BdA.

Michael Lüders: Konfrontation mit Russland und China um jeden Preis?

Im vergangenen März erklärte Verteidigungsminister Lloyd Austin, dass die Frühjahrsoffensive des ukrainischen Militärs dank der bedeutenden Unterstützung des Westens „eine sehr gute Chance auf Erfolg“ habe. Der ehemalige Chef des britischen Generalstabs, General Richard Dannatt, ging sogar so weit zu behaupten, dass die ukrainische Offensive so erfolgreich sein würde, dass Putin dadurch „aus dem Kreml gefegt werden könnte“.

Die Realität des Kampfes hat diese optimistischen Behauptungen jedoch hinweggefegt und die harte Wahrheit ans Licht gebracht: Es ist unwahrscheinlich, dass die Ukraine Russland militärisch aus ihrem Territorium vertreiben kann, ganz gleich, wie viele Männer sie in die Schlacht schickt.

So unangenehm es für alle Unterstützer der Ukraine auch sein mag, der klügste Entscheidung für Selenskyj könnte nun darin bestehen, eine Verhandlungslösung anzustreben, die Kiew möglichst viel Unabhängigkeit und Territorium sichert. Eine Beendigung des Krieges würde Zehntausenden von tapferen und heldenhaften ukrainischen Kämpfern den Tod und die Verwundung ersparen – Männern und Frauen, die Kiew nach Beendigung des Krieges für den Wiederaufbau des Landes brauchen wird.

Im selben Monat, in dem Austin behauptete, die Ukraine habe „eine sehr gute Chance“, Russland in der Kiewer Frühjahrsoffensive zu besiegen, schrieb ich, dass der „Westen kalt erwischt werden könne, wenn man davon ausgehe, dass Russland den Krieg verlieren wird, aber es der ukrainischen Offensive nicht gelingt, die russischen Stellungen entscheidend zu schwächen“.