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Abschiebung in den Irak: Warum der Student Ramzi Awat Nabi Deutschland verlassen musste SWR Aktuell 4.224 AufrufeAbschiebung trotz guter Integration: Warum wird der Student Ramzi Awat Nabi in den Irak abgeschoben? Warum durfte er nicht in Deutschland bleiben? 2018 kam Ramzi Awat Nabi mit seiner Familie aus dem Irak nach Deutschland. Er lernte Deutsch, machte ein Einser-Abitur, begann ein Studium und wollte sich hier ein Leben in Deutschland aufbauen.
Und dann im August 2025 die Abschiebung: Mitten in der Nacht wird der Student aus seinem Wohnheim in Stuttgart abgeholt und in den Irak, in die Hauptstadt Bagdad, abgeschoben. Für Ramzi Awat Nabi, seine Freunde und seine Familie völlig überraschend. Wir fragen uns: Wie kam es zu der Abschiebung und warum wurde der Student in den Irak abgeschoben? Und wie kann es sein, dass sein Bruder Bilal Awat Nabi unter ähnlichen Voraussetzungen in Deutschland bleiben durfte? 00:39 Intro 02:34 Abschiebung in den Irak 03:23 Warum werden Menschen in Deutschland abgeschoben? 05:01 Ramzi Awat Nabi wird abgeschoben, sein Bruder darf bleiben 05:40 Abschiebungen in Zahlen 06:21 Student Ramzi Awat Nabi kehrt nach Deutschland zurück 06:47 Fazit
Abschiebung Impossible – Unterwegs mit einem Rückführungsteam | rbb24 Reportage rbb Doku 384.952 Aufrufe
Vor der Bundestagswahl überbieten sich die Parteien mit Forderungen nach mehr Abschiebungen: Lässt sich das überhaupt umsetzen? Warum werden nur so wenige Personen abgeschoben? Wieso kommen viele wieder nach Deutschland zurück? Wir haben ein Rückführungsteam über Monate begleitet, nehmen das Abschiebesystem unter die Lupe und geben Antworten.
Weit über 200.000 sogenannte „vollziehbar ausreisepflichtige Personen“ leben in Deutschland. Menschen, die unser Land verlassen sollen. Darunter viele Mehrfachstraftäter, extremistische Gefährder und Integrationsverweigerer.
Doch der Staat schafft es nur selten, diese Menschen tatsächlich abzuschieben: Kriminelle tauchen ab. Auch werden Abschiebungen durch Aktivisten verhindert. Bei anderen gibt es Probleme mit den Herkunftsländern bei der Ausstellung ordentlicher Papiere oder der Identitätsfeststellung. Hinzu kommen gesundheitliche, familiäre oder rechtsstaatliche Gründe, die Abschiebungen im Wege stehen – und in Länder, wo Krieg und gewalttätige Auseinandersetzungen herrschen, wird meist grundsätzlich nicht abgeschoben.
Das System ist komplex. Die meisten Wähler verstehen es nicht. Und viele Politiker erklären nicht ausreichend, warum sie ihre Versprechungen oft nicht einhalten können. rbb-Reporter Olaf Sundermeyer hat über Monate ein Team der Zentralen Ausländerbehörde Brandenburg begleitet. In seiner exklusiven Reportage zeigt er, vor welchen Schwierigkeiten die Mitarbeitenden immer wieder stehen. Justiz, Polizei und Ausländerbehörden blockieren sich gegenseitig; die Bürokratiehindernisse sind enorm. So wie im Fall eines kriminellen Tschetschenen, der das Team über Monate beschäftigt. Aber auch die freiwillige Ausreise eines syrischen Mehrfachstraftäters, der dadurch seine Haftzeit in Deutschland verkürzt, gestaltet sich äußerst schwierig. Immer wieder tauchen neue Hemmnisse auf.
Der Film begleitet das Team bei den Versuchen, die beiden Männer zurückzubringen, nach Russland und nach Syrien. Ob das gelingt? Erstausstrahlung: 12.02.2025, rbb Fernsehen
Wie Abschiebungen wirklich laufen | ZDFinfo ZDFheute Nachrichten 794.660 Aufrufe
Die Debatte um Abschiebung ist geprägt von Emotionen, Moral und politischen Interessen. Es scheint eine Blackbox mit undurchsichtigen Regeln und willkürlichen Prozessen zu sein. Fakt ist: Stand Juni 2023 sind in Deutschland rund 280.000 Menschen ausreisepflichtig. Die ZDFinfo-Dokumentation „Blackbox Abschiebung“ begibt sich in das Schattenreich der Abschiebungen, taucht ein in ein zerfasertes System von Zuständigkeiten und beleuchtet die Auswirkungen einer vergifteten Debatte. Gerät der Rechtsstaat bei Abschiebungen an seine Grenzen?
Das Leid der Flüchtlinge in Italien Monitor 52.851 Aufrufe
Rund 3.000 Flüchtlinge hat Deutschland im Jahr 2018 nach Italien zurückgeführt. Dort aber droht ihnen Obdachlosigkeit, weil Italien vielen Flüchtlingen eine Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung verwehrt. Ein klarer Verstoß gegen EU-Recht. MONITOR hat auf seiner Reise quer durch Italien Flüchtlinge getroffen, die auf der Straße um ihr Überleben kämpfen und auf die Hilfe privater Organisationen angewiesen sind. Unsere Recherche führt uns nach Süditalien, Neapel, Mailand, Rom und Bari. Wir erfahren: Die italienischen Behörden haben zehntausenden Flüchtlingen in Italien ihr europäisch garantiertes Recht auf Unterbringung entzogen. Und das systematisch. Der Grund: Eine Passage in einem italienischen Gesetz, das die Unterbringung von Geflüchteten regelt. Danach verliert derjenige die Unterkunft, der sie ohne Absprache eine oder mehrere Nächte verlässt. Flüchtlingshelfer berichten, dass oft eine Nacht Abwesenheit reiche, um das Recht auf eine Unterkunft zu verlieren – und das in ganz Italien. Die Geflüchteten sind dann allein auf Hilfsorganisationen angewiesen.
Unsere Recherchen zeigen auch, dass das Gesetz massenweise angewendet wird: Mindestens 40. 000 Flüchtlingen entzogen die Hälfte aller Präfekturen 2016 und 2017 ihr Recht auf Unterbringung in ganz Italien. Tatsächlich dürfte die Zahl deutlich höher liegen. Mit dem Verlust der Unterbringung verlieren die Geflüchteten den europäisch garantierten würdigen Lebensstandard und in der Folge oft auch den Zugang zu medizinischer Versorgung. Zahlreiche italienische Juristen bestätigen uns, welche Folgen das Gesetz für Flüchtlinge hat, die aus Deutschland nach Italien zurückgeführt werden.
Hier setze ein Automatismus ein. Wer seine Unterkunft in Italien verlasse und nach Deutschland reise, der habe bei der Rückkehr nach Italien keine Chance mehr auf einen Platz in einer Unterkunft, da die Behörden ihm das Recht auf Unterbringung entzogen haben. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshof aus dem März 2019 sieht jedoch vor, dass eine Dublin-Überstellung eines Geflüchteten nach Italien nur dann zumutbar ist, wenn ein menschenwürdiger Lebensstandard und eine Unterkunft gewährleistet ist. Kann Deutschland Flüchtlinge also unter solchen Umständen weiter nach Italien zurück und in die drohende Obdachlosigkeit schicken? Europarechtler fordern, die Rückführung von Flüchtlingen nach Italien auszusetzen.
Das Video gibt den Recherchestand von Ende Mai 2019 wieder. Autoren: Lara Straatmann, Lisa Seemann, Frank Konopatzki Schnitt: Marc von Heinsberg, Christian Kupfer MONITOR ist eine Produktion des WDR für die ARD.

