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Gerald Knaus über Reformkonzepte in der Flüchtlingspolitik | Markus Lanz vom 14. Oktober 2020 ZDFheute Nachrichten 24.177 Aufrufe
„Es fehlt ein systematisches Verfahren in der Flüchtlingshilfe“, meint der Migrationsforscher und Politikberater Gerald Knaus über die momentane Lage der Flüchtlingspolitik in Europa und Global. Aufgrund des 70. Geburtstags der Flüchtlingskonvention von 1950, analysiert Knaus Fehler und Lücken in der Aufnahme und Verteilung Geflüchteter aus Afrika, aber auch anderer Länder.
Hierbei geht er auf die Unterscheidung zwischen politischen Flüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen ein. Seiner Meinung nach müsse man nicht nur auf die Verteilung jener Flüchtlinge schauen, sondern auch die Ursachen einer Flucht durch staatliche Hilfen bekämpfen.
Gerald Knaus sehe alle Länder auf der Welt in der Verpflichtung asylberechtigten Menschen Schutz zu gewähren und appelliert an eine humanitäre Zusammenarbeit zwischen den Staaten in Europa, wie auch auf der Welt, um die Menschenwürde zu bewahren. Hierfür nennt er Kanada als Beispiel, welches aus seiner Sicht mit einer privaten Patenschaft für Geflüchtete, Vorreiter in der Flüchtlingsaufnahme sei. „Wir brauchen humane Grenzen, wo die Menschenwürde respektiert ist, niemand stirbt und wir trotzdem Kontrolle haben.“
Den gesamten Talk findet ihr hier: https://kurz.zdf.de/u4n/ Weitere Gäste in der Sendung: Friedrich Merz, Politiker Der CDU-Politiker äußert sich zur Corona- und Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, zur Frauen-quote und zu seiner Bewerbung um den Parteivorsitz. Alice Schwarzer, Autorin Anlässlich der Veröffentlichung des zweiten Teils ihrer Biografie „Lebenswerk“ resümiert die Journalistin und Feministin über ihre politischen und publizistischen Kampagnen.
Lässt sich die Krise der Migration lösen? | Sternstunde Philosophie | SRF Kultur SRF Kultur Sternstunden 52.521 Aufrufe
Jedes Jahr sterben über tausend Menschen auf der Flucht im Mittelmeer. An den EU-Aussengrenzen werden Asylsuchende mit Zäunen und Gewalt zurückgehalten. Wie können wir Migration kontrollieren, ohne Gewalt und Tote? Darüber spricht Yves Bossart mit dem gefragten Migrationsexperten Gerald Knaus. Themen in dieser Folge:
00:00 Menschenfreundliche Kontrolle von Migration: Geht das? 14:49 Herrscht in Europa ein «Asylchaos»? 27:59 Funktioniert der Lösungsansatz der sicheren Drittstaaten? 38:09 Kritik am Lösungsansatz der sicheren Drittstaaten 46:47 Wie viel Migration verträgt eine Gesellschaft? Von «Asylchaos» ist die Rede. Rechtspopulistische Parteien feiern Erfolge, weil sie eine restriktive Asylpolitik fordern. Auch die EU hat ihre Migrationspolitik verschärft. Was passiert da gerade? Und wie könnte eine humane und gerechte Migrationspolitik aussehen?
Der österreichische Sozialwissenschaftler und Migrationsforscher Gerald Knaus gilt als Vordenker des Migrationsabkommens der EU mit der Türkei von 2016. Er ist Gründungsmitglied der «European Stability Initiative» und berät heute zahlreiche Regierungen.
Seine Kernforderung lautet: Wir brauchen Kontrolle, vereint mit Empathie. Grenzschutz ja, aber menschlich. Knaus möchte – wie derzeit einige EU-Länder – Asylverfahren aus Europa auslagern, in sichere Drittstaaten, mit denen Abkommen geschlossen werden. So würden Menschen ohne Chance auf Asyl die gefährliche Reise nach Europa gar nicht erst antreten. Aber: Ist das moralisch vertretbar? Sternstunde Philosophie vom 04.02.24

