Mobilitätswende in Kirchheim konkret

Bei der Veranstaltung am 13.9.19 zum Thema „Mobilitätswende in Kirchheim konkret“ waren 35 interessierte Bürger/innen (nach der zweiten Critical-Mass-Tour) anwesend: u.a. fast alle Gemeinderatsfraktionen und Bürgermeister Riemer.

Nach der Begrüßung durch Heinrich Brinker stellten vier Initiativen ihre Vorstellungen zur Mobilitätswende vor:

  • Attac: Kampagne einfach.umsteigen – Ziele der Kampagne (Hans Dörr)
  • LINKE: Solidarische Mobilität (Heinrich Brinker)
  • GRÜNE: Koalitionsvertrag 2106 / 5-Punkte-Plan Winfried Hermann (Sabine Bur am Orde Käß)
  • ADFC: So geht Verkehrswende (Bernd Cremer)

Im Anschluss moderierte Dr. Silvia Oberhauser von der Frauenliste die Runde “ Wo stehen wir in Kirchheim – wo müssen wir hin – und wie geht das? “

  • Bürgermeister Riemer referierte den Stand der Verkehrswende in Kirchheim
  • Dieter Hutt von der Lokalen Agendagruppe FahrRad machte kritische Anmerkungen zum Thema „Radfahren in Kirchheim“.

Das Brainstorming unter der Überschrift “ Unsere weiteren Pläne/Ideen/Konzepte/Erwartungen für den Einstieg in die Verkehrswende/Mobilitätswende in Kirchheim“ moderierte Heinz Pötzl von der Initiative gegen TTIP. Die Ergebnisse des Brainstormings sind unten wiedergegeben.

Abschließend zog Heinrich Brinker ein Fazit unter der Fragestellung: „Welche Ziele stecken wir uns? Wie definieren wir unsere Rolle? Wie machen wir weiter?“ Heinz Pötzl bedankte sich für die rege Beteiligung an der Diskussion.

TOP 4: Unsere weiteren Pläne/Ideen/Konzepte/Erwartungen für den Einstieg in die Verkehrswende/Mobilitätswende in Kirchheim  (Moderation: Heinz Pötzl)

Kurzprotokoll (Metaplan-Kärtchen) der Brainstorming-Runde (geordnet)

Information verbessern

  • Besser über Möglichkeiten alternativer Moblilität informieren
  • Frühjahr 2020: Bürgerforum Mobilität geplant
  • Informieren: Infos sollten nicht nur per Zufall zugänglich sein
  • Kommunikation in die Bürgerschaft
  • Leitsystem an den Ortseingängen (statt unnötiger Werbung)
  • Mehr Infos über die Vorteile des ÖPNV
  • PolyGoCard = Zugang zu Mobilitätsangeboten (Car-, Bikesharing, ÖPNV, Ladestationen)
  • Veränderung der Mobilität: Was passiert wo? Transparenz schaffen!

Infrastruktur verbessern

  • Anwohnerparken nicht mehr kostenfrei: in der ganzen Stadt angehen
  • Ampelregelung am Bahnhof
  • Ampelschaltung umdrehen- bis dato: erst Bus, dann Auto und dann die anderen Mobilitätsformen
  • Begleitdienste (z.B. für Menschen mit Rollator) kommen an Kapazitätsgrenze: es gibt bereits eine Warteliste
  • Bordsteinhöhe: für Lastenräder zu hoch (wenn sie aus Nebenstraßen kommend die Hauptstraße überqueren wollen)
  • Fahrgemeinschaftsbildung erleichtern: „Mitfahrbänke“
  • Fahrradstreifen ausweisen, die nicht überfahren werden dürfen
  • Carsharing verbessern
  • Carsharing: auch in den Neubaugebieten müssen Autos verfügbar sein („nicht 2 km weiter Nahversorgung auf Fuß- und Radverkehrsdistanz stärken“)
  • Carsharing auch für den städtischen Fuhrpark
  • E-Mobilität fördern: kostenloses Parken; Ladeinfrastruktur verbessern
  • „letzte Meile“ auch in Kirchheim – Lieferverkehr aus der Stadt
  • Mitnahmemöglichkeiten verbessern: Autos erlauben, kurz an Bushaltestellen zu halten (zur Mitnahme von weiteren Mitfahrern)
  • Parkplätze zu Lasten des Rad-Schutzstreifens müssen weg
  • Parkgebüren erstatten – bis dato nur für Autos, nicht für Fußgänger und Radler/innen.
  • ÖPNV-Nutzung: Rollatoren/Kinderwagen – Probleme bei der Mitnahme im Bus (z.B. durch fehlende oder nicht bedienbare hydraulische Rampe)
  • Radinfrastruktur: Budget ausweisen
  • Radinfrastruktur: Bestehendes wird nicht weiter ausgebaut
  • Radwege reparieren (Belag!)
  • Radwege ausbessern: Behinderung z.B. durch Pflanzenwuchs
  • Radwege verbreitern
  • Radfahren/Sicherheit: Bedrohung durch Autofahrer – „Warriors“ auf der Straße
  • Rad: Reparaturstationen verbessern
  • Radverkehr attraktiv machen: Radler/innen: Komfortzonen für schaffen
  • Richtige Radreparaturstationen bauen

Konzepte/Visionen entwickeln

  • Best Practice: lernen von anderen Städten
  • Privilegien des Autofahrens abbauen
  • Rad-Vision 2030: Konzepte entwickeln und aktuell halten
  • Vision: autofreie Stadt (zentrale Parkplätze etc.)
  • Vision Radverkehr 2030: Datengrundlage verbessern

Wahrnehmung/Wertschätzung alternativer Mobilität stärken

  • Belohnungssystem für Radfahrer und Benutzer/innen ÖPNV
  • Erreichbarkeit der Läden mit dem Auto muss gewährleistet sein
  • Kein „Bestrafungssystem“ für Kunden von Ladengeschäften in der Innenstadt
  • Wahrnehmung/Wertschätzung von Radfahrern

Prokoll und Verschriftlichung: Hans Dörr